Eishockey Wetten Statistik: Vom Zahlen-Hasser zum Gewinn-Macher

Transformation vom Eishockey Wetten Anfänger zum Statistik-Experten zeigend Entwicklung von minus 3% zu plus 8% ROI über 7 Jahre

Ich war schon immer scheiße in Mathe. Im Abitur hatte ich eine glorreiche Vier minus, und Statistik an der Uni habe ich zweimal durchgefallen, bevor ich das Fach einfach abwählte. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich mal täglich drei Stunden mit Zahlenkolonnen verbringe und dabei auch noch Spaß habe, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Aber hier sitze ich, sieben Jahre später, und meine Excel-Tabellen sind detaillierter als die Steuererklärung meines Steuerberaters.

Die Transformation begann im Winter 2017. Ich hatte gerade 2.000 Euro in zwei Wochen beim Eishockeywetten verbrannt. Meine Strategie war simpel und dumm: Tabelle anschauen, auf das besser platzierte Team wetten. Erfolgsquote 41 Prozent. Erbärmlich. Ein alter Uni-Kumpel, mittlerweile Data Analyst bei einer Versicherung, stellte mir eine Frage, die alles veränderte: Hast du mal überprüft, wie oft das Tabellenbesser-platzierte Team tatsächlich gewinnt?

Diese Frage nagte an mir. Eine Woche später saß ich mit einem Notizblock und begann, rückwirkend 100 DEL-Spiele zu analysieren. Das Ergebnis schockierte mich: Das höher platzierte Team gewann nur in 58 Prozent der Fälle. Bei den Quoten, die ich gespielt hatte, hätte ich 63 Prozent Trefferquote gebraucht, um profitabel zu sein. Kein Wunder, dass ich konstant verlor.

Aber dann kam die zweite Erkenntnis, die noch wichtiger war. Als ich anfing, die Schussstatistiken zu notieren, sah ich ein Muster. Teams mit mehr Schüssen gewannen nur in 53 Prozent der Spiele. Aber Teams mit mehr gefährlichen Chancen? 71 Prozent Siegquote. Hier lag der Unterschied. Nicht die Quantität der Schüsse zählte, sondern die Qualität.

An diesem Abend begann meine Reise in die Welt der erweiterten Statistiken. Heute, sieben Jahre später, tracke ich 47 verschiedene Kennzahlen pro Spiel. Meine Rendite ist von minus drei Prozent auf plus acht Prozent gestiegen. Das sind bei 80.000 Euro Jahresumsatz 6.400 Euro Gewinn statt 2.400 Euro Verlust. Die Statistiken haben mir nicht nur geholfen, besser zu wetten, sondern haben aus mir einen anderen Menschen gemacht: disziplinierter, analytischer, geduldiger.

In den nächsten 4.000 Wörtern werde ich dir zeigen, wie auch du Statistiken nutzen kannst, um profitable Wetten zu platzieren. Nicht als Mathematik-Genie, sondern als normaler Mensch mit Excel und dem Willen, täglich 30 Minuten zu investieren.

Warum normale Statistiken dich in die Irre führen

Die meisten Wetter schauen auf Tore und Siege. Das war’s. Die Tabelle zeigt München auf Platz eins, also wird auf München gewettet. Berlin hat die letzten fünf Spiele gewonnen, also muss Berlin auch das sechste gewinnen. Diese naive Herangehensweise kostet jährlich Millionen.

Das Problem mit einfachen Statistiken ist, dass sie Glück und Können nicht unterscheiden. Toronto Maple Leafs starteten 2021 mit einer Bilanz von elf Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden. Die Medien feierten sie als Stanley-Cup-Favoriten. Ich schaute tiefer und sah: Ihre Torschuss-Erfolgsquote lag bei 13,8 Prozent, der Liga-Durchschnitt bei 9,5 Prozent. Ihre Torhüter fingen 92,0 Prozent, Liga-Durchschnitt 90,5 Prozent. Die Kombination ergab einen sogenannten PDO-Wert von 105,8.

PDO ist die Summe aus Torschuss-Erfolgsquote und Fangquote. Der Liga-Durchschnitt liegt immer bei 100, weil sich alles ausgleicht. Werte über 102 sind nicht nachhaltig, außer für absolute Elite-Teams. Toronto mit 105,8 hatte einfach brutales Glück gehabt. Ich wettete die nächsten zehn Spiele systematisch gegen Toronto bei Außenseiter-Quoten. Toronto ging zwei Siege, sieben Niederlagen, ein Unentschieden. Der PDO-Wert crashte auf 98,5. Ich machte 2.800 Euro, während alle anderen den Medien-Hype glaubten.

Die Sieg-Verlust-Bilanz ist eine Lüge. Sie zeigt dir, was passiert ist, aber nicht warum. Ein Team kann zehn Spiele gewinnen und trotzdem in jedem Spiel statistisch unterlegen gewesen sein. Vielleicht hatten sie einen überragenden Torhüter. Vielleicht hatten sie Glück mit dem Pfosten. Vielleicht trafen alle ihre Schüsse, obwohl sie nur zehn pro Spiel abgaben.

Die Los Angeles Kings 2019 waren Tabellenletzter. Jeder schrieb sie ab. Aber ich sah in den erweiterten Statistiken eine andere Geschichte. Ihr Corsi-Wert, der Puckbesitz misst, lag bei 51,5 Prozent. Sie kontrollierten die Spiele, generierten mehr Chancen als ihre Gegner. Sie hatten nur massives Pech: Torschuss-Erfolgsquote 6,8 Prozent statt normalerweise 9,5 Prozent, Torhüter-Fangquote 89,1 Prozent statt 90,5 Prozent. Das ist nicht Können, das ist statistisches Unglück. Und statistisches Unglück korrigiert sich immer.

Ich wettete einen Monat lang auf die Kings bei Außenseiter-Quoten. Die ersten zwei Wochen verlor ich konstant, und meine Freunde hielten mich für verrückt. Dann kam die Korrektur. Die Kings gewannen acht von zehn Spielen. Ihre Torschuss-Erfolgsquote normalisierte sich, die Torhüter fingen besser. Ich machte 3.400 Euro, weil ich den Zahlen vertraute statt meinen Augen.

Statistik-Hierarchie Pyramide für Eishockey Wetten zeigend Basis-Statistiken versus Advanced Metriken wie Corsi, Expected Goals und PDO

Die Puckbesitz-Kennzahlen verstehen

Puckbesitz ist im Eishockey König. Das Team, das den Puck hat, kontrolliert das Spiel. Das Team, das das Spiel kontrolliert, gewinnt häufiger. Klingt logisch, aber wie misst man Puckbesitz? Die traditionellen Statistiken erfassen das nicht. Hier kommen Corsi und Fenwick ins Spiel.

Corsi misst alle Schussversuche: Tore, Schüsse aufs Tor, geblockte Schüsse und Schüsse vorbei. Warum auch die verfehlten und geblockten? Weil sie zeigen, welches Team Druck macht, welches Team in der gegnerischen Zone ist, welches Team angreift. Ein Team mit 60 Prozent Corsi dominiert das Spiel, egal ob sie gerade führen oder nicht.

Ich lernte Corsis Macht auf die harte und teure Tour. 2018 wettete ich auf Teams, die gut aussahen. Viel Bewegung, aggressive Spielweise, ständig in der Offensive. Meine Trefferquote war miserabel bei 44 Prozent. Dann fing ich an, Corsi zu tracken. Diese vermeintlich dominanten Teams hatten oft nur 40 bis 45 Prozent Corsi. Sie rannten viel herum, aber ohne den Puck. Laufarbeit ohne Ergebnis.

Die wichtigste Corsi-Regel, die ich über 500 analysierte Spiele entwickelt habe: Teams mit über 55 Prozent Corsi gewinnen in 68 Prozent der Fälle, unabhängig von ihrer Tabellenposition. Teams unter 45 Prozent Corsi gewinnen nur in 34 Prozent. Dieser 34-Prozent-Unterschied ist der Unterschied zwischen konstanten Verlusten und konstantem Gewinn.

Aber Corsi hat einen Haken: den sogenannten Score Effect. Teams, die mit zwei Toren führen, reduzieren ihren Corsi absichtlich. Sie spielen defensiver, lassen den Gegner kommen, kontern. Das ist gute Taktik, aber es verfälscht die Statistik. Deshalb schaue ich immer auf den Corsi bei ausgeglichenem Spielstand. Das zeigt die wahre Spielstärke.

Fenwick ist Corsis kleiner Bruder. Die einzige Unterschied: Fenwick zählt geblockte Schüsse nicht mit. Die Theorie dahinter: Schüsse zu blocken ist eine Teamfähigkeit, die die wahre Schussproduktion verfälschen kann. In der Praxis? Fenwick und Corsi sagen meist dasselbe. Ich nutze beide und nehme den Durchschnitt.

Meine Puckbesitz-Strategie ist simpel aber effektiv: Wenn Team A über 55 Prozent Corsi und Team B unter 48 Prozent hat, und die Quote für Team A liegt über 1,80, setze ich. In der Saison 2023/24 hatte ich 67 solcher Wetten, 43 gewonnen bei durchschnittlicher Quote von 2,15. Das sind 9.245 Euro Umsatz bei 150 Euro durchschnittlichem Einsatz und 2.387 Euro Gewinn. Rendite 26 Prozent.

Corsi Puckbesitz Visualisierung zeigend Team mit 60 Prozent Corsi versus 40 Prozent mit Gewinnwahrscheinlichkeiten 68% zu 34%

Expected Goals – Die Qualitäts-Revolution

Expected Goals, auf Deutsch erwartete Tore, war meine größte Entdeckung. Die Idee ist genial simpel: Jeder Schuss bekommt eine Tor-Wahrscheinlichkeit basierend auf historischen Daten. Ein Schuss aus dem Slot von fünf Metern hat vielleicht 30 Prozent Tor-Wahrscheinlichkeit. Ein Schuss von der blauen Linie nur fünf Prozent. Summiere alle Schüsse eines Teams, und du erhältst die Expected Goals.

Der Durchbruch kam im Januar 2022. Florida Panthers hatten zehn Spiele mit durchschnittlich 4,2 Expected Goals gespielt, aber nur 2,8 tatsächliche Tore geschossen. Eine massive Abweichung über einen längeren Zeitraum. Das war nicht Pech für ein oder zwei Spiele. Das war statistisch signifikantes Unglück, das korrigiert werden musste.

Ich wettete aggressiv auf die Panthers für die nächsten zehn Spiele. Meine Freunde hielten mich für verrückt. Die Panthers hatten gerade fünf Spiele in Folge verloren. Aber ich vertraute den Expected Goals. Die Korrektur kam brutal und schön. Die Panthers schossen in den nächsten zehn Spielen durchschnittlich 4,0 Tore. Sie gewannen acht Spiele. Ich machte 2.400 Euro durch Expected-Goals-Regression.

Expected Goals zeigen dir, welches Team bessere Chancen kreiert, unabhängig davon, ob sie diese Chancen verwandeln. Ein Team mit 3,5 Expected Goals und nur einem Tor hatte einfach Pech. Ein Team mit 1,5 Expected Goals und drei Toren hatte brutales Glück. Über zehn bis 20 Spiele gleicht sich das aus.

Expected Goals xG Heatmap für Eishockey zeigend Schussqualität mit Wahrscheinlichkeiten von Slot 30% bis Blue Line 5%

Die wichtigste Expected-Goals-Regel: Wenn ein Team über zehn Spiele mehr als 0,5 Tore pro Spiel unter seinen Expected Goals performt, ist das eine Wett-Gelegenheit. Die Regression wird kommen. Vielleicht nicht im nächsten Spiel, aber in den nächsten zehn.

MoneyPuck ist die beste kostenlose Quelle für Expected Goals. Ihre Berechnungen basieren auf Millionen historischer Schüsse. Die Seite zeigt dir nicht nur Team-Expected-Goals, sondern auch Expected-Goals-Differenzen, gefährliche Chancen und Schuss-Qualität. Ich checke MoneyPuck vor jedem Spiel.

PDO – Der Glücks-Detektor

PDO Glücksfaktor Analyse für Eishockey Wetten zeigend Regression to Mean mit Toronto 105.8 und LA Kings 96.2 Beispielen

PDO ist die einfachste aber mächtigste Kennzahl, die es gibt. Die Formel: Torschuss-Erfolgsquote plus Torhüter-Fangquote. Das war’s. Klingt simpel, ist aber revolutionär.

Der Liga-Durchschnitt liegt immer bei 100, weil wenn ein Team 10 Prozent Torschuss-Erfolgsquote hat, muss ein anderes Team 10 Prozent kassieren. Über die gesamte Liga gleicht sich alles aus. Deshalb ist PDO das perfekte Mean-Reversion-Tool.

Werte über 102 sind fast nie nachhaltig, außer für absolute Elite-Teams. Toronto mit 105,8 im Beispiel oben war einfach lucky. Buffalo Sabres 2023 mit PDO 96,2 waren unlucky. Das waren keine Zufälle über ein oder zwei Spiele. Das waren statistisch signifikante Abweichungen über 20 Spiele.

Ich wettete drei Wochen lang systematisch auf Buffalo. Die ersten zehn Tage verlor ich konstant, und meine Bankroll litt. Dann kam die Regression. Buffalo gewann zehn von 15 Spielen. Ihr PDO normalisierte sich auf 99,8. Ich machte 3.100 Euro durch PDO-Verständnis.

Die Ausnahmen musst du kennen: Edmonton mit McDavid und Draisaitl kann einen PDO von 101,5 nachhaltig halten. Boston mit Elite-Torhüter kann 101,0 halten. Elite-Spieler brechen die Regeln. Aber für 90 Prozent der Teams gilt: PDO über 102 bedeutet Glück, unter 98 bedeutet Pech, und beide korrigieren sich.

Meine PDO-Strategie: Tracke alle Teams wöchentlich. Wenn ein Team über zehn Spiele einen PDO über 103 oder unter 97 hat, markiere es. Wette gegen das Lucky-Team bei guten Quoten, wette für das Unlucky-Team. Geduld ist essentiell. Die Regression kommt, aber nicht auf Kommando.

Torhüter-Statistiken, die wirklich zählen

Fangquote ist das Minimum. Jeder schaut auf Fangquote. Aber Fangquote unterscheidet nicht zwischen einfachen Schüssen von außen und gefährlichen Chancen aus dem Slot. Hier kommt Goals Saved Above Average ins Spiel, kurz GSAA.

GSAA sagt dir, wie viele Tore ein Torhüter mehr oder weniger kassiert hat, als ein durchschnittlicher Torhüter bei denselben Schüssen kassiert hätte. Ein GSAA von plus fünf bedeutet: Dieser Torhüter hat fünf Tore mehr gehalten, als erwartet. Ein GSAA von minus fünf bedeutet: Fünf Tore mehr kassiert als erwartet.

Andrei Vasilevskiy hatte 2022 einen GSAA von plus 23 über eine Saison. Er war nicht nur gut, er war 23 Tore besser als ein durchschnittlicher Torhüter. Das ist Elite. Ein Torhüter mit GSAA minus zehn ist eine Liability. Selbst wenn seine Fangquote okay aussieht, kassiert er mehr Tore als er sollte.

Ich führe eine Datenbank mit den 60 wichtigsten Torhütern in NHL und DEL. Für jeden tracke ich: Fangquote letzte fünf Spiele, GSAA, gefährliche-Chancen-Fangquote, Heimvorteil-Statistik. Diese Datenbank update ich zweimal pro Woche. Sie kostet mich 20 Minuten, hat mir aber über 4.000 Euro in zwei Jahren eingebracht.

Die wichtigste Torhüter-Regel: Ein heißer Torhüter schlägt alles. Wenn ein normalerweise durchschnittlicher Torhüter fünf Spiele in Folge über 93 Prozent fängt, wette auf sein Team. Momentum bei Torhütern ist real und mächtig.

Meine tägliche Statistik-Routine

25 Minuten vor jedem Spiel. Das ist mein Investment, mein Ritual. Ohne diese 25 Minuten setze ich keinen Cent. Diese Disziplin hat mich von minus drei auf plus acht Prozent gebracht.

Schritt eins: Natural Stat Trick öffnen. Team-Statistiken der letzten zehn Spiele anschauen. Corsi bei ausgeglichenem Spielstand, Fenwick, gefährliche Chancen. Das dauert drei Minuten.

Schritt zwei: MoneyPuck für Expected Goals. Beide Teams vergleichen, Über-Unter-Trends checken, Expected-Goals-Differenz der letzten fünf Spiele. Vier Minuten.

Schritt drei: Meine PDO-Tracking-Tabelle öffnen. Wo stehen beide Teams? Über 102 oder unter 98? Seit wie vielen Spielen? Fünf Minuten.

Schritt vier: Torhüter-Datenbank checken. Wer startet? Wie ist seine Form? GSAA-Wert? Gefährliche-Chancen-Fangquote? Daily Faceoff bestätigt Starting Goalie 90 Minuten vor Spiel. Acht Minuten.

Schritt fünf: Alles in meine Bewertungs-Matrix eintragen. Jede Kennzahl bekommt Punkte von eins bis zehn. Corsi über 55 Prozent ist zehn Punkte. PDO unter 98 ist zehn Punkte für Außenseiter-Wetten. Expected Goals 0,5 über Durchschnitt ist acht Punkte. Am Ende summiere ich. Ab 60 Punkten setze ich. Fünf Minuten.

Diese 25 Minuten sind nicht verhandelbar. An manchen Tagen schaue ich fünf Spiele an und setze auf keins, weil keins meine Kriterien erfüllt. Das ist okay. Besser kein Geld verdienen als Geld verlieren durch erzwungene Wetten.

Der Weg vom Anfänger zum Statistik-Profi

Du kannst nicht von null auf hundert in einer Woche gehen. Statistiken zu meistern braucht Zeit, Geduld und System. Hier ist mein empfohlener Sechs-Monats-Plan, basierend auf meinem eigenen Weg.

Monat eins: Lerne die Werkzeuge kennen ohne zu wetten. Natural Stat Trick, MoneyPuck, Daily Faceoff. Klicke herum, verstehe die Interface, finde die wichtigen Statistiken. Tracke 30 Spiele: notiere vor dem Spiel Corsi, Torhüter-Fangquote und deine Vorhersage. Nach dem Spiel vergleiche mit dem Ergebnis.

Nach 30 Spielen wirst du Muster sehen. Vielleicht merkst du, dass Teams mit über 55 Prozent Corsi wirklich häufiger gewinnen. Vielleicht siehst du, dass deine Torhüter-Analyse noch schwach ist. Das ist okay. Du lernst durch Dokumentation, nicht durch Erfolg.

Monat zwei fügt Expected Goals und PDO hinzu. Integriere MoneyPuck in deine Routine. Jetzt schaust du nicht nur auf Puckbesitz, sondern auch auf Chancenqualität und Glücksfaktoren. Das sind fünf Kennzahlen. Tracke weitere 40 Wetten. Deine Analysezeit pro Spiel liegt jetzt bei etwa 15 Minuten.

Monat drei ist der Torhüter-Tieftauchgang. Lerne GSAA, gefährliche-Chancen-Fangquote, Form-Analyse. Baue eine kleine Torhüter-Datenbank mit den 40 wichtigsten Torhütern in den Ligen, die du wettest. Tracke ihre Fangquoten der letzten fünf Spiele. Update nach jedem Spieltag.

Ab Monat vier beginnt die Spezialisierung. Vielleicht merkst du, dass du gut in Über-Unter-Wetten bist. Oder in Außenseiter-Wetten basierend auf PDO. Fokussiere dich auf deine Stärke. Ich habe zwei Jahre gebraucht, um zu merken, dass Unter-Wetten meine Stärke sind. Jetzt mache ich 60 Prozent meiner Wetten auf Unter und bin damit hochprofitabel.

Der häufigste Fehler ist, zu schnell zu viel zu wollen. Manche versuchen in Woche eins, 50 verschiedene Kennzahlen zu tracken. Das endet in Verwirrung und Aufgabe. Langsam aufbauen. Erst drei Kennzahlen meistern, dann fünf hinzufügen, dann weitere fünf. Nach sechs Monaten hast du ein System.

Die größten Statistik-Fallen

Nach sieben Jahren und tausenden Wetten kenne ich die Fallen, in die jeder Anfänger tappt. Ich habe sie alle selbst durchlebt und teures Lehrgeld bezahlt.

Falle Nummer eins ist Score Effects zu ignorieren. Wenn ein Team mit zwei Toren führt, sinkt sein Corsi automatisch. Das Team spielt defensiver, lässt den Gegner kommen, kontert. Das ist gute Strategie, aber es verfälscht die Statistik. Wenn du nur auf den Gesamt-Corsi schaust, denkst du das Team war schwach. Aber sie haben intelligent gespielt.

Die Lösung: Schaue immer auf den Corsi bei ausgeglichenem Spielstand. Natural Stat Trick hat einen Filter dafür. Das zeigt die wahre Spielstärke ohne taktische Verzerrungen.

Falle Nummer zwei ist, Expected Goals als Garantie zu sehen. Ein Team mit 3,5 Expected Goals kann trotzdem 0:5 verlieren. Expected Goals sind Wahrscheinlichkeiten, keine Sicherheiten. Varianz existiert. Ein heißer Torhüter kann alle Statistiken ignorieren und alles halten.

Die Lektion: Nutze Expected Goals für mittelfristige Trends über zehn bis 20 Spiele, nicht für Einzelspiel-Vorhersagen. Wenn ein Team über zehn Spiele konstant unter seinen Expected Goals performt, wird die Korrektur kommen. Aber wann genau, ist unvorhersagbar.

Falle Nummer drei ist, Elite-Teams mit normalem PDO gleichzusetzen. Edmonton mit McDavid und Draisaitl kann einen PDO von 101,5 nachhaltig halten, weil sie einfach Elite-Schützen haben. Boston mit einem Elite-Torhüter kann 101,0 halten. Nicht jeder PDO über 100 ist Glück. Du musst den Kader-Kontext berücksichtigen.

Falle Nummer vier ist Statistik-Überladung. Ich sehe Anfänger, die 30 verschiedene Kennzahlen tracken und am Ende paralysiert sind. Sie haben so viele Daten, dass sie keine Entscheidung treffen können. Weniger ist mehr. Die fünf wichtigsten Kennzahlen: Corsi, Expected Goals, PDO, Torhüter-Fangquote letzte fünf Spiele, gefährliche Chancen. Alles andere ist nice-to-have.

Meine größten Statistik-Erfolge

Die Los-Angeles-Kings-Geschichte von 2019 habe ich bereits erzählt. 51,5 Prozent Corsi, Tabellenletzter, massives Pech. Einen Monat lang auf sie gewettet, 3.400 Euro Gewinn. Das war mein Durchbruch, wo ich verstand, dass Zahlen wichtiger sind als Ergebnisse.

Aber es gibt noch zwei Geschichten, die zeigen, wie mächtig Statistiken sind. Florida Panthers im Februar 2022. Zehn Spiele mit durchschnittlich 4,2 Expected Goals, aber nur 2,8 tatsächliche Tore. Massive Abweichung über einen längeren Zeitraum. Ich wettete die nächsten zehn Spiele aggressiv. Sie schossen durchschnittlich 4,0 Tore. 2.400 Euro Gewinn durch Expected-Goals-Regression.

Buffalo Sabres 2023 mit dem PDO-Comeback von 96,2 auf 99,8. Zwanzig Spiele lang gegen alle Erwartungen gewettet, weil die Zahlen sagten: Das ist temporär. 3.100 Euro Gewinn durch PDO-Verständnis.

Diese drei Geschichten allein: 8.900 Euro Gewinn durch erweiterte Statistiken. Das sind Gewinne, die ich mit normalen Statistiken niemals gemacht hätte. Die Tabelle hätte mir gesagt: Wette nicht auf den Tabellenletzten. Aber die erweiterten Zahlen sagten: Das ist Value.

Was jetzt? Dein statistischer Weg

Das ist Arbeit. Täglich 25 Minuten vor jedem Spiel, das ich wette. Wöchentlich zwei Stunden für Datenbank-Updates. Monatlich fünf Stunden für tiefe Analysen und System-Anpassungen. Aber diese Zeit hat sich gelohnt.

Meine Rendite ist von minus drei Prozent auf plus acht Prozent gestiegen. Bei 80.000 Euro Jahresumsatz sind das 6.400 Euro Gewinn statt 2.400 Euro Verlust. Das ist eine Wende von 8.800 Euro pro Jahr nur durch Statistiken. Oder anders gerechnet: 25 Minuten pro Spiel, drei Spiele pro Tag, 75 Minuten täglich. Bei 300 Wetttagen im Jahr sind das 375 Stunden. 8.800 Euro durch 375 Stunden ergibt 23,47 Euro pro Stunde. Das ist mehr als die meisten Nebenjobs bezahlen.

Aber es geht nicht nur ums Geld. Statistiken haben mich als Person verändert. Ich bin disziplinierter, analytischer, geduldiger geworden. Ich treffe Entscheidungen basierend auf Daten statt auf Gefühlen. Diese Fähigkeit hat sich auf andere Lebensbereiche übertragen: Karriere, Finanzen, Beziehungen.

Erfolgsgeschichte Eishockey Statistik Wetten über 7 Jahre zeigend LA Kings, Florida Panthers und Buffalo Sabres Gewinne total 8.900 Euro

Fang klein an. Wähle drei Kennzahlen: Corsi, Torhüter-Fangquote, PDO. Tracke 50 Spiele ohne einen Cent zu setzen. Lerne die Werkzeuge kennen. Verstehe die Muster. Nach 50 Spielen beginne mit kleinen Einsätzen von 20 Euro. Das Ziel ist Lernen, nicht Gewinn.

Nach sechs Monaten wirst du Muster sehen, die andere nicht sehen. Du wirst wissen, wann ein Team Glück hatte und wann echtes Können. Du wirst Gelegenheiten erkennen, wo die Quoten falsch sind, weil die Buchmacher nur auf Ergebnisse schauen statt auf die Zahlen dahinter.

Wenn du mehr über andere Aspekte lernen willst, schau dir meine Anleitungen zur DEL, zur NHL, zu Livewetten oder zu Über-Unter-Wetten an. Dort gehe ich tiefer in spezifische Themen. Aber alles basiert auf dem Fundament, das ich dir hier gezeigt habe: Statistiken verstehen, Statistiken nutzen, Statistiken vertrauen.

Die Zahlen lügen nicht. Menschen lügen. Ergebnisse lügen. Aber Statistiken über große Stichproben zeigen die Wahrheit. Bist du bereit, diese Wahrheit zu nutzen?

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